Samstag, 10 November 2018 18:00

Infoabend von Bündnis Gesundheit Ellwangen

Das Unternehmensnetzwerk „Bündnis Gesundheit Ellwangen“ lud seine Mitarbeiter zum Informationsabend „Vorsorge und Pflege“ ein. Mehr als 100 Interessenten kamen in die Räume der Firma Betzold, um sich mit drei Pflege-Experten auszutauschen.

Beim Pflegestützpunkt finden Beratungen zu allen Fragen im Vor- und Umfeld der Pflege statt. „Viele Betroffene und deren Angehörige kommen sehr spät zur Beratung, meistens erst wenn die Situation für alle Beteiligten schon sehr belastend geworden ist. Bei der Pflege müssen die Menschen selbst aktiv werden, um Unterstützung zu bekommen“, sagt Rathgeb. Problem: Die Pflegebedürftigen sind selbst dazu nicht mehr in der Lage und viele Angehörige überfordert.

Ein Großteil der Pflege findet in den eigenen vier Wänden statt. Zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden zuhause von Angehörigen gepflegt. „Diese pflegenden Angehörigen müssten nach Rathgebs Vorstellung viel mehr unterstützt und regelmäßig entlastet werden. „Pflegende Angehörige brauchen auch ein Stück Leben, denn nur wem es gut geht, kann auf Dauer auch gut pflegen“, betont die Expertin des Landratsamtes.

Holger Uhlig, Leiter des Competence Center Pflege bei der AOK Ostwürttemberg kann das Gesagte von Frau Rathgeb nur unterstreichen. „Wir bieten bei der AOK neben den Beratungsgesprächen auch mit unserem Sozialen Dienst eine qualifizierte Pflegeberatung an, bei dem eine unserer Sozialpädagoginnen zu den Menschen nach Hause geht, um sich ein umfassendes Bild der Situation zu machen und entsprechend Hilfe zu organisieren“, erklärt Uhlig. Es gebe seit der Pflegereform auch einen monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro für alle Bezieher von Pflegeleistungen. Dieser muss aber aktiv abgerufen werden, sonst verfällt dieser zum Jahresende.

Zum Thema Pflegeeinstufung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen erklärte der AOK-Pflegeexperte, wie die Betroffenen und die Angehörigen nachprüfen können, wie es zu dem zugewiesenen Pflegegrad gekommen ist. „Heute sind die Begutachtungsrichtlinien des MDK im Internet unter pflegebegutachtung.de für alle einsehbar. Jeder kann sich die Fragebogen anschauen und nachvollziehen, wie die Gesamtpunktzahl erreicht wurde. Diese Transparenz ist sehr wichtig“, erklärt Uhlig. Als noch die drei Pflegestufen galten, wurden Erkrankungen oder kognitive Einschränkungen kaum und nur sehr eingeschränkt berücksichtigt. Das fließte nun stärker in die Pflegebegutachtung des MDK mit ein.

Mit Judith Lieb wurde auch die rechtliche Sicht eines Pflegefalles beleuchtet. Die Betreuungsrichterin aus Neresheim empfahl, sich frühzeitig mit dem Thema Betreuung in der Familie auseinanderzusetzen. „Wenn noch alle gesund sind, kann über das Thema viel leichter gesprochen werden und entsprechende notariell beglaubigte Vollmachten aufgesetzt werden, die im Krankheits- oder Pflegefall genutzt werden können“, betont Lieb. Wenn dies alle frühzeitig tun würden, müssten die Betreuungsgerichte seltener eingreifen um einen Betreuer von Amtswegen her zu bestimmen. „Lassen Sie sich beraten, wenn es um eine Vollmacht geht“, betont Lieb. Eine notarielle Vollmacht koste zwar etwas, aber am Ende wird im Streitfall von jedem Gericht auch anerkannt.

Im Anschluss diskutierten die Gäste und Referenten angeregt miteinander und konnten eine kleinen Imbiss genießen, den Gastgeberin Tina Betzold herrichten ließ.

Im Unternehmensnetzwerk „Bündnis Gesundheit Ellwangen“ kooperieren die Stadtverwaltung Ellwangen, die Unternehmen Betzold, EnBW ODR, Kicherer, Stengel und  Varta Microbattery, Varta Consumer Batteries, die VR-Bank Ellwangen sowie die AOK Ostwürttemberg im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

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Donnerstag, 08 November 2018 09:00

Leihopa/Oma gesucht

Schwäbisch Gmünd (sv). Die Stadt Schwäbisch Gmünd sucht Leihomas und Leihopas. Dazu benötigt man nur etwas Zeit und Freude am Umgang mit Kindern. Nicht nur Kinder profitieren von der Zeit mit einer Leihoma oder Leihopa, die Erfahrungen selbst ist eine Bereicherung, wenn man hautnah die Entwicklung der Kinder mitbekommt und das Gefühl hat gebraucht zu werden.

Allein das Beschäftigen und die Unterhaltung mit den Kindern schenkt einem eine unvergessliche Zeit. Das Projekt der Leihgroßeltern des Seniorennetzwerkes in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Ostalbkreis können diesen Wunsch erfüllen.

Am Dienstag, 13. November, 8.30 bis 12.45 Uhr, gibt es eine Information über das Projekt. Ein Grundwissen in rechtlichen Fragen und ein Vortrag zum Thema "wüten - stampfen- schreien -toben" Kompetenzphasen bei Kleinkindern. Anmeldung und weitere Informationen gibt Nicole Knödler, Stadtverwaltung Seniorennetzwerk unter der Rufnummer: 07171/603-5024 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Schwäbisch Gmünd (sv). Ende Oktober war die stimmungsvolle Zertifikatsübergabe in der Spitalmühle. Neun Abende, voll gepackt mit Informationen und praktischen Übungen, haben ihren Abschluss gefunden. Zu Beginn spielte Christian Saile am Piano VIVA LA VIDA von Coldplay und traf musikalisch mitten ins Herz. 
Während beim Auftakt vor acht Wochen 20 fremde Menschen in einer Runde saßen, so war die Atmosphäre bei Zertifikatsübergabe recht locker, offen und zugewandt: man hat sich zugehört, sich voneinander erzählt und sich gegenseitig Tipps gegeben. Die Abschlusszertifikate wurden mit einer Rose persönlich im Gespräch von Astrid Wiesner vom Pflegestützpunkt und Manuela Grehl von Vinzenz ambulant als Mitglieder des Netzwerks ambulante Dienste an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übergeben.

Renate Wahl, Leiterin der Spitalmühle, würdigte in ihrer Ansprache die „stillen Helden“, die ganz im Sinne der Hospitalstiftung kranke und unterstützungsbedürftige Menschen im Alltag versorgen. Durch die Mitarbeit von Bürgermentor Egon Behr gibt es einen neuen Gesprächskreis für pflegende Angehörige. Zum Auftakt treffen sich spontan acht Menschen zum ersten Mal am Donnerstag, 22. November, 18 Uhr, in der Spitalmühle zum Austausch. Informationen über den Gesprächskreis für pflegende Angehörige sowie Infos rund um das Thema gibt Sonja Hoffmann unter der Rufnummer: 07171/603-5082 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Publiziert in Schwäbisch Gmünd
Die Helferinnen und Helfer der Rettungsdienste und –organisationen sowie das medizinische Personal der Kliniken sorgen tagtäglich für die Sicherheit aller Bewohner des Ostalbkreises und für schnelle Hilfe im Notfall.

Dieses Engagement möchte der VfR Aalen würdigen und lädt im Rahmen eines Blaulichttages zum Heimspiel gegen Fortuna Köln in die OSTALB ARENA ein. „Wir haben die Rettungsorganisationen und das Personal der Kliniken im Ostalbkreis im Vorfeld angeschrieben und als Dankeschön für das tolle Engagement zum Heimspiel gegen Köln in die OSTALB ARENA eingeladen. Der Rücklauf und die positive Resonanz waren toll“, erklärt VfR-Medienverantwortlicher Sebastian Gehring.

„Als Mitglied des VfR-Freundeskreises und natürlich ganz besonders als Chefarzt des Ostalb-Klinikums freue ich mich sehr über die Aktion Blaulichttag. Zu Zeiten von Pflegenotstand, Personalmangel und weiteren täglichen ´Hiobsbotschaften´ aus der deutschen Kliniklandschaft ist die Aktion ein klares Statement und eine tolle Wertschätzung für all diejenigen Menschen, die sich auch zu sozial unverträglichen Zeiten nachts und am Wochenende für die Gesundheit und das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger des Ostalbkreises einsetzen. Dass hierbei die finanzielle Entlohnung im Vergleich zu anderen Bereichen in Wirtschaft und produzierendem Gewerbe vielfach deutlich niedriger liegt, verdeutlicht um so mehr die hohe Motivation und das große Engagement der handelnden Personen.

Ich wünsche allen Krankenpflegern/innen, Kollegen/innen und den weiteren Mitarbeitern/innen der Kliniken Ostalb, sowie natürlich allen Fans des VfR spannende und torreiche 90 Minuten, die natürlich mit dem Verbleib der drei Punkte hier auf der Ostalb enden sollen“, äußerte sich Prof. Dr. Michael Oberst, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie am OstalbKlinikum in Aalen.

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Am Freitag, 5. Oktober 2018 um 16:00 Uhr gründet sich das Ostalb-Bündnis gegen Menschenhandel und (Zwangs-)Prostitution im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses der Stadt Aalen. Landrat Klaus Pavel, Oberbürgermeister Thilo Rentschler, der Soroptimist Club Aalen und die Beauftragten für Chancengleichheit der Städte Aalen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und des Ostalbkreises laden alle, die dieses Bündnis unterstützen und sich engagieren möchten, herzlich ein. 

Seit Jahren werden Hunderttausende junge Menschen als sexuelle Dienstleisterinnen und Dienstleister im "Prostitutionsgewerbe" gehandelt, ausgebeutete und zerstört. Die meisten stammen aus Europa. Ein Entkommen scheint trotzdem nicht möglich. Im Rahmen der Veranstaltung wird der Handel mit Frauen und Kindern in der Diskussion mit seinen brutalen Machenschaften von Betroffenen und Aufklärern dargestellt. Im Ostalbkreis und den Anwerbeländern soll über die Strategien des Menschenhandels aufgeklärt und für die Problematik sensibilisiert werden. Die Arbeit des Bündnisses, das auf Initiative des Soroptimist Club Aalen gegründet wird, wird ein Bekenntnis zum Schutz der Opfer. Zudem soll der beschämenden Praxis der kriminellen Organisationen mit gesellschaftlichem, politischen und gesetzgeberischem Umdenken entgegengetreten werden. 

Programm ab 16:00 Uhr:

- Begrüßung - Oberbürgermeister Thilo Rentschler
- Einführung und Gründung des Bündnisses - durch die Schirmherren Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Thilo Rentschler
- Information über die Arbeit des SI Clubs Aalen in Rumänien - Claudia Köditz-Habermann, Präsidentin Soroptimist Club Aalen und Überleitung zur Podiumsdiskussion
- Podiumsdiskussion: Moderation Anita Schlesak, SWR- Studio Ulm; es diskutieren: Schwester Dr. Lea Ackermann, SOLWODI Manfred Paulus, Kriminalhauptkommissar a. D., Joschi Moser, Vorsitzender der Aids-Hilfe Schwäbisch Gmünd, Sandra Nowak, Aussteigerin, James Smith, Inspektionsleiter des Polizeipräsidiums Aalen

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WIE geht WIR!? – Zweites öffentliches Integrationsforum der Stadt Schwäbisch Gmünd am Samstag, 6. Oktober, ab 14 Uhr, in der Schwäbisch Gmünder Volkshochschule.
Schwäbisch Gmünd (sv). Die jährlichen öffentlichen Integrationsforen sollen dazu beitragen, dass sich die Stadtbevölkerung in den langjährigen, dynamischen Integrationsprozess der Stadt Schwäbisch Gmünd einbringen kann und einbringen will. Mit diesem Format will die Stadt auch neue Wege zur Steigerung der Beteiligungsbereitschaft ausprobieren. Interessierte 
Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Migrationshintergrund sind herzlich zum zweiten Integrationsforum „WIE geht WIR!? eingeladen am Samstag, 6. Oktober, 14 Uhr bis 17 Uhr, in den Räumen der Volkshochschule, Münsterplatz 15. 

Der Präsentation zum Stand der Projektideen des vorangegangenen Integrationsforums folgt ein INPUT mit daran anschließenden Frage- und Diskussionsrunden sowohl im Plenum als auch in der Kleingruppe. Die Präsentation der Ergebnisse aus den Kleingruppen erfolgt dann wieder im Plenum und geht über in Begegnung und Austausch, bei Häppchen und antialkoholischen Getränken.

Am Ende eines jeden öffentlichen Integrationsforums sollen Projektideen beziehungsweise Beteiligungsmöglichkeiten angedacht und/oder weiter-/entwickelt werden, die der Stadtbevölkerung einen kontinuierlichen Einstieg ermöglichen und über deren Stand in den folgenden Integrationsforen berichtet wird. Am 6. Oktober, wird der Stand der vielfältigen Projektideen aus dem ersten öffentlichen Integrationsforum an Stellwänden, ergänzt um die eine oder andere Mitmachaktion, präsentiert. 

Für den INPUT ist auch im zweiten Jahr Professor Dr. Stefan Immerfall von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd zuständig – sein Thema „Integration in Deutschland seit 2015“. Den Rückfragen und der Diskussion noch im Plenum folgen Diskussionen in Kleingruppen zu Themen, die sich aus dem Vortrag und den Rückfragen ergeben. 
Und bevor es dann zum Teil „Begegnung und Austausch“ kommt, werden die Ergebnisse im Plenum präsentiert, um dann im Nachgang des öffentlichen Integrationsforums von den zuständigen städtischen Mitarbeiter*innen nachbereitet und öffentlich gemacht und (spätestens) beim dritten öffentlichen Integrationsforum in 2019 präsentiert zu werden. Weitere Infos zur Veranstaltung gibt Martina Häusler, Stabsstelle Integration der Stadt Schwäbisch Gmünd, Tel.: 07171/1819480, E-Mail: 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
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Wer in den vergangenen Tagen in Aalen und Umgebung unterwegs war, dem werden die Plakatwände zum Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution nicht entgangen sein. Mit einer großen Aktionswoche möchte Soroptimist Aalen/Ostwürttemberg auf dieses Thema aufmerksam machen. 

Unterstützung gibt es dabei neben der Stadt Aalen und dem Landratsamt Ostalbkreis auch durch den VfR Aalen, der der Kampagne als erster Club im deutschen Profifußball mit Kapitän Daniel Bernhardt und den Torjägern Matthias Morys und Luca Schnellbacher ein Gesicht gibt und sich damit gegen das Bild von der "Ware Frau" stellt.

Soroptimist International (SI) ist die weltweit größte Service-Organisation berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. So befassen sich Soroptimistinnen mit Fragen der rechtlichen, sozialen und beruflichen Stellung der Frau und vertreten die Position der Frauen in der öffentlichen Diskussion. Hierbei setzen sie sich ein für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen. Sie agieren lokal, regional, national und global.

Der Club Aalen/Ostwürttemberg, bestehend aus 30 Mitgliedern, hat ausgehend von einer Vortragsveranstaltung im November 2015 mit dem Kriminalhauptkommissar a.D. Manfred Paulus aus Ulm eine Initiative gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution ins Leben gerufen. 

Ein Großteil der in der Bundesrepublik zur Sexsklaverei gezwungenen jungen Menschen wird in Rumänien angeworben. Daher hat der Club Aalen/Ostwürttemberg Kontakt zu drei soroptimistischen Clubs in Arad, Temeschwar und Kronstadt aufgenommen. Gemeinsam wurden vor Ort in den Jahren 2016, 2017 und 2018 (2019 in Planung)  Aufklärungskampagnen in rumänischen Schulklassen durchgeführt.

Die gewonnenen Eindrücke sind erschütternd und zeigen, wie wichtig es ist, die rumänischen Jugendlichen in ihrem Land über die tatsächlichen Verhältnisse im sogenannten "goldenen" Westen, die Praktiken der Schleuser, die Gefahren der Prostitution und die Parallelgesellschaft, die sie hier erwarten, aufzuklären. 

Auf der anderen Seite ist es nach Auffassung des Clubs Aalen/Ostwürttemberg zwingend erforderlich, das Prostituiertenschutzgesetz, das Deutschland zum "Bordell Europas" macht, zu reformieren und ein gesellschaftliches Umdenken dahingehend zu erreichen, dass die Nachfrageseite durch gesetzliches Verbot minimiert wird. Die Nachbarländer Schweden, Norwegen, Frankreich, aber auch Kanada und Island machen es vor, wie ein gesellschaftlicher Konsens darüber erreicht werden kann, dass sich Prostitution und Menschenrechte ausschließen. In Deutschland dagegen gehört es inzwischen vielfach zum "guten Ton", Junggesellenabschiede und Abiturfeiern in Bordellen zu organisieren, ohne sich bewusst zu machen, dass dabei Frauen unter Zwang und Ausbeutung zu bloßer Ware degradiert werden. 

Die gemachten Erfahrungen haben den Club darin bestätigt, sowohl die Aufklärung in Rumänien und anderen "Anwerbeländern" fortzusetzen und zu intensivieren, als auch in Deutschland die Zustände anzuprangern und Abhilfe zu schaffen. 

Soroptimist Aalen/Ostwürttemberg beabsichtigt, die gestartete Initiative national auszuweiten, sich mit diesem für Deutschland beschämenden Problem auseinanderzusetzen und ein gesellschaftliches, politisches und gesetzgeberisches Umdenken anzustoßen.

Das komplette Programm der Aktionswoche gibt es auch unter www.vfr-aalen.de
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Sonntag, 30 September 2018 06:00

proWIN Sweetheart-Charity-Wettbewerb 2018

Im Rahmen eines Charity-Wettbewerbs sammelten die proWIN-Beratungen Tanja Stuck sowie Manuela und Ralf Miller fleißig Punkte. Dabei wurde ein Spendenbetrag von 2.000 EUR erreicht. Die stolze Summe wurde an Aufwind e.V. überreicht, um in Kooperation mit der Kinderklinik Aalen eine Auszeit auf dem Aufwindhof für Kinder in schwierigen Lebensverhältnissen zu ermöglichen.  

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Gemeinsam mit Christel Trach-Riedesser und Peter Trach besuchte kürzlich Frère Joseph Sibiri Kagambéga aus Burkina-Faso Landrat Klaus Pavel, um über die vom Landkreis unterstützten Hilfsprojekte zu berichten.

Mehr als drei Jahrzehnte lang engagiert sich Frère Joseph von der Kongregation "Brüder der heiligen Familie" bereits für seine Landsleute und vor allem die Kinder, um die größte Not zu lindern und den Menschen Bildung zu ermöglichen. Ebenso lange unterstützt die Hüttlingerin Christel Trach-Riedesser ihn bei seinen Bemühungen, indem sie im Ostalbkreis Spendenaktionen initiiert. Auch die Landkreisverwaltung hat mehrfach aus dem Fördertopf für Projekte in der Dritten Welt für die Maßnahmen von Frère Joseph gespendet - zuletzt für die Erweiterung der Schule, an der Frère Joseph unterrichtet, um vier Klassenzimmer und für den Neubau eines Kindergartens.

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Diese Woche besuchte Wahlkreisabgeordneter Roderich Kiesewetter die EUTB - Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderung in Aalen. Das Projekt, das erst im Juni dieses Jahres offiziell Einweihung in den Räumlichkeiten feierte, wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und läuft aktuell bis Ende 2020. Knapp 200.000 Euro Fördermittel stehen dem Träger, der KBS Arbeit und Integration Wört zur Verfügung.

Hauptakteur ist aber der Sozialpädagoge Jonas Beck, der dem Abgeordneten seine Arbeit und die Idee dahinter beim Gespräch erläuterte. Sogenanntes Peer Counseling steckt dahinter - Beratung von Betroffenen durch Betroffene. Bei den Beratungsangeboten geht es um die frühzeitige und kostenlose Beratung von Menschen mit Behinderung, um Hilfe für mehr Selbstbestimmung zu geben. Von der Lebensberatung, über Behörden-Angelegenheiten bis zu Rechten, Pflichten und Teilhabeleistungen geht es um ganzheitliche, unentgeltliche und unbürokratische Beratungsleistungen, von Arbeit, über Wohnen bis hin zu Finanzen. Es gilt, die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Leistungsberechtigten im sozialrechtlichen Dreieck zu fördern und ihnen eine ihren Wünschen entsprechende Lebensplanung und -gestaltung zu ermöglichen.

Kiesewetter zeigte sich überzeugt vom Ansatz: „Das ist wirklich beeindruckend, effektiv und nah an den Betroffenen. Es wird eine Nähe und Verbindung hergestellt, von der letztlich alle Seiten profitieren. Eine hervorragendes Beispiel für gute soziale Arbeit und für die Möglichkeit von Teilhabe.“

Bei dem Gespräch, bei dem neben Jonas Beck, Thomas Buchholz, Direktor der Konrad-Biesalski-Schule in Wört, sowie Dieter Hebel, Vorsitzender des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg und sowie Herr und Frau Schmitt vom Vereinsvorstand, teilnahmen, wurde zugleich aber auch deutlich, dass es noch vieler Verbesserungen im Bereich der Teilhabe bedarf. Hierbei wurden beispielsweise fehlende barrierefreie WC in Bahnhöfen und fehlendes Servicepersonal angemahnt. Dies erschwert die Mobilität von Bürgern zum Teil erheblich. Kiesewetter will sich diesbezüglich an die Deutsche Bahn wenden. Ferner ging es um die Fortsetzung der Förderung der EUTB über den Förderzeitraum von 2020 hinaus. Hier konnte Kiesewetter noch keine Zusagen machen, setzt sich aber dafür ein.

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