"Liebe Bürgerinnen und Bürger,

im ausklingenden Jahr 2018 stimmen die weiterhin gute konjunkturelle Lage und die niedrigste Arbeitslosenzahl im Ostalbkreis seit der Wiedervereinigung 1990 positiv. Die Unternehmen im Kreis und in der Region konnten, wie die jüngste Konjunkturumfrage der IHK Ostwürttemberg belegt, ihre Umsätze und Erträge erneut steigern. Im November dieses Jahres waren im Ostalbkreis noch 4.544 Menschen arbeitslos, was einer Quote von 2,6 Prozent entspricht. Die Arbeitsagentur geht auch für das kommende Jahr aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher der Betriebe und des nach wie vor hohen Konsumverhaltens von einer weiteren positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt aus. 

Gemeinsam mit den Kommunen und der Region hat sich der Ostalbkreis aktiv in Initiativen wie die Fachkräfteallianz und Fachkräftekampagne sowie Startup-Initiativen eingebracht, um gute Rahmenbedingungen für unseren starken Wirtschafts- und Produktionsstandort zu schaffen. Zu den kreispolitisch bedeutsamen Zukunftsstrategien zählen der weitere Breitbandausbau und Investitionen in die Digitalisierung. Zudem liegt ein Fokus auf der Straßen- und Schieneninfrastruktur im Ostalbkreis. Und schließlich gehören innovative und qualitativ hochwertige Bildungsangebote ebenfalls zu einem attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum. 

Für die General- und Schadstoffsanierung des Beruflichen Schulzentrums Schwäbisch Gmünd haben wir in diesem Jahr die Weichen gestellt, sodass die mit rund 40 Millionen Euro veranschlagte Baumaßnahme in vier großen Bauabschnitten ab Sommer 2019 starten kann. Neben baulichen Maßnahmen werden auch laufend schulische Ausbildungsangebote an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes angepasst. So konnten wir in Zusammenarbeit mit St. Loreto beispielsweise zum Schuljahr 2018/2019 eine Fachschule für Sozialpädagogik an der Justus-von-Liebig-Schule am Beruflichen Schulzentrum Aalen einrichten, die in zwei Jahren Vollzeitschule zum Erzieherberuf ausbildet. 

Erst Anfang Dezember hat sich der Kreistag dafür ausgesprochen, einen Ausbildungsgang zum Kaufmann für e-commerce einzurichten. Auch die bauliche und pädagogische Weiterentwicklung unserer Sonderpädagogischen Bildungszentren ist Teil des Schulentwicklungskonzeptes. So konnten die Jagsttalschule in Westhausen und die Klosterbergschule in Schwäbisch Gmünd in diesem Jahr auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. 

Der zweite Bildungsbericht, den unser Bildungsbüro Mitte Juli dieses Jahres präsentierte, liefert gesichertes Zahlenmaterial zu bildungspolitischen Weichenstellungen auf Kreisebene. Im Bildungsbericht wird die Gesamtentwicklung des Bildungswesens im Ostalbkreis von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter beschrieben. Insgesamt sechs Handlungsfelder hat das Bildungsbüro identifiziert, die im kommenden Jahr bearbeitet werden sollen. Dazu gehören u. a. die Akademische Bildung mit der Schaffung von Studienangeboten für junge Frauen im Ostalbkreis, die Erhöhung der Betreuungskapazität für Kinder unter drei Jahren, die Gewinnung von Ehrenamtlichen im Bereich Jugendbildung oder auch der Fachkräftemangel bei Lehrkräften in bestimmten Schularten.

Die Grundlagen für die weitere Digitalisierung in Form des Breitbandausbaus haben wir in diesem Jahr weiter vorangetrieben. Der Ostalbkreis investiert jährlich rund vier Millionen Euro in den Ausbau und die Anmietung von Backbone-Strecken für ein flächendeckendes Breitbandnetz. Von rund 370 Kilometern, die neu gebaut werden müssen, sind rund 160 Kilometer bereits gebaut oder befinden sich in der Umsetzung. Für rund 600 von 700 anzumietenden Streckenkilometern laufen bereits die Vertragsverhandlungen. Das Land unterstützt uns bei diesem gigantischen Vorhaben, und bislang erhielten wir über 12,4 Millionen Euro Fördergelder. An Städte und Gemeinden, die für den Ausbau der Verteilernetze vor Ort Sorge tragen, sind inzwischen bereits rund 13 Millionen Euro von Landesseite geflossen. 

Als eines von zehn regionalen Digital Hubs im Land soll das Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg mit Standorten in Aalen, Schwäbisch Gmünd und in Heidenheim die Digitalisierung von Unternehmen vor Ort greifbar machen sowie Handlungsfelder aufzeigen. Unser Digi Hub soll eine Plattform für alle Akteure der Digitalisierung bieten, beraten und den Wissens- und Technologietransfer leisten. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hatte im Rahmen des landesweiten Digitalgipfels 2018 in Stuttgart im Februar dieses Jahres den Förderbescheid an die IHK Ostwürttemberg und die Konsortialpartner, den Ostalbkreis und den Landkreis Heidenheim, übergeben. Damit wird in den kommenden drei Jahren als Höchstfördersumme insgesamt eine Million Euro in die Region fließen. 

Die Landkreisverwaltung selbst hat in diesem Jahr weiter an der Umsetzung ihrer digitalen Strategie gearbeitet, um bis Ende des Jahres 2020 flächendeckend die E-Akte einzuführen. Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes "digital@bw" war der Ostalbkreis beim Ideenwettbewerb "Digitale Zukunftskommune@bw" gemeinsam mit der Stadt Aalen erfolgreich. Wir planen ein elektronisches Formularmanagementsystem sowie eine Ostalbkreis-App, die Stadt Aalen legt einen Schwerpunkt auf smarte Kommunikation und digitale Interaktion mit der Bevölkerung. 

Die Straßeninfrastruktur im Ostalbkreis ist in den letzten Jahren einen großen Schritt vorangekommen. So wird die Ortsumfahrung im Zuge der B 29 bei Mögglingen im Frühjahr 2019 fertiggestellt sein, und der 4-spurige Ausbau zwischen Essingen und Aalen wurde bereits mit ersten Vorwegmaßnahmen eingeleitet. Für den 3-spurigen Ausbau im Bereich Lauchheim - Aufhausen wird intensiv am Planfeststellungsverfahren gearbeitet. Und für die Ertüchtigung der Westumgehung im Abschnitt zwischen Kellerhaus und der Autobahnanschlussstelle konnten wir im Auftrag des Landes planen und den Vorentwurf fertigstellen. Erste Vor-Entwürfe für den Anschluss Affalterried hat unser Geschäftsbereich Straßenbau im Auftrag des Landes ebenfalls erstellt und diese erst kürzlich den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.

Im Bereich ÖPNV und Schülerbeförderung liegt der Zuschussbedarf des Kreises mittlerweile bei über 12 Millionen Euro. Aus diesem Grund hat der Kreistag die bereits im Nahverkehrsplan 2014 für den Ostalbkreis verankerte Linienbündelungskonzeption aktiviert. Linienbündel haben den Zweck, die darin befindlichen Konzessionen in einem sinnvollen Zusammenhang in ihrer Laufzeit zu harmonisieren. Damit laufen alle Genehmigungen zum selben Zeitpunkt aus und können dann zusammengefasst an ein Unternehmen im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens vergeben werden. Wir versprechen uns hiervon einen qualitätsvollen Nahverkehr bei gleichzeitiger Kostenreduzierung.

Beim Schienenverkehr erhoffen wir uns durch den Betriebsübergang von der Deutschen Bahn zu Go ahead im Juni 2019 eine wesentliche Verbesserung was Pünktlichkeit und Service anbelangt. In Essingen wird von Go ahead eine 150 Meter lange Wartungshalle für Triebwagen erstellt. Ab dem Frühjahr 2019 sollen die ersten neuen Züge in die Wartungshalle rollen können, später wird dort die betriebsnahe Instandhaltung für rund 66 Fahrzeuge erfolgen, die auf der Franken-, Residenz-, Murr-, Fils- und Remsbahn unterwegs sein werden. Der Ostalbkreis investiert ab Juni 2019 in einem ergänzenden Halbstundentakt zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen jährlich 300.000 Euro, um deutlich mehr Flexibilität und eine verbesserte Verkehrsanbindung des Kreises an die Region Stuttgart zu erzielen. Dass die Bundesregierung dem Ausbau der Murrbahn Vorrang eingeräumt hat vor der Rems- bzw. der Oberen Jagstbahn, hat die Akteure der IG Schienenkorridor überrascht. Dankbar sind wir jedoch für das Angebot aus dem Landesverkehrsministerium, den Ausbau der Remsbahn über Finanzmittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes zu finanzieren. 

Einen bedeutenden Schritt vorangekommen sind die Planungen für die Bebauung des UNION-Areals in Aalen mit einem zweiten Verwaltungsstandort. Mit dem Kauf des Areals im Rahmen eines anonymen Bieterverfahrens im Jahr 2016 begannen die Vorarbeiten zur Durchführung eines Ideen- und Realisierungswettbewerbes gemeinsam mit der Stadt Aalen. Im September dieses Jahres konnten wir im Rahmen einer Veranstaltung im Aalener Landratsamt den Beitrag der Arbeitsgemeinschaft Hirner & Riehl Architekten aus München mit Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten aus Bockhorn zum ersten Sieger des Wettbewerbs küren. Das neue Verwaltungsgebäude soll 375 Beschäftigten Platz bieten und im wesentlichen den gesamten Sozialbereich mit Sozial- und Jugendamt, Jobcenter, Integration und Versorgung sowie Gesundheits- und Veterinäramt aufnehmen. Anfang Dezember haben wir mit den ersten drei Preisträgern ein Verhandlungsverfahren durchgeführt, an dessen Ende im Februar und März nächsten Jahres der Beschluss zur Auftragsvergabe an ein Architekturbüro durch den Kreistag stehen wird. Bis Sommer nächsten Jahres wollen wir die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung vorliegen haben, sodass im Herbst der Baufreigabebeschluss durch den Kreistag erfolgen und bis Ende nächsten Jahres eine Genehmigungsplanung erstellt werden kann. Momentan laufen bereits die Vorbereitungen für die Ausschreibung des Gebäudeabbruchs auf dem UNION-Gelände, der bis Ende 2019 abgeschlossen sein soll.

Seit mittlerweile zwei Jahren firmieren das Ostalb-Klinikum Aalen, das Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd und die St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen unter dem Dach einer gemeinnützigen kommunalen Anstalt des öffentlichen Rechts mit dem Namen Kliniken Ostalb. Wir haben damit einen Klinikverbund mit über 1.000 Betten, rund 50.000 stationären Fällen jährlich und etwa 3.000 Beschäftigten geschaffen. Trotz erster organisatorischer und juristischer Zusammenführungen sowie Strukturveränderungen im medizinischen Bereich mussten wir im vergangenen Jahr ein erhebliches finanzielles Defizit hinnehmen. Auch für das Jahr 2018 ist ein Defizit in Höhe von rund 12 Millionen Euro zu erwarten. Im November dieses Jahres hat der Verwaltungsrat der Kliniken Ostalb nun eine Zwischenbilanz im Konsolidierungskurs gezogen. Zwar zeigen Sofortmaßnahmen erste Wirkung, dennoch sind weitere Maßnahmen erforderlich, um nachhaltig die medizinische Versorgung und die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Deshalb wurden sieben Punkte durch den Verwaltungsrat formuliert, die die wirtschaftliche Konsolidierung sicherstellen sollen. Dazu gehören Personalanpassungen im ärztlichen und im Pflegedienst, eine Steigerung der Belegung, eine Weiterentwicklung der medizinischen Angebote, Zielvereinbarungen mit den Chefärzten sowie eine Optimierung des Personaleinsatzes in weiteren Berufsgruppen. Ein vom Kreistag zugesagter Strukturbeitrag in Höhe von 4 Millionen Euro zur Sicherstellung einer wohnortnahen Klinikversorgung wird diese Konsolidierungsmaßnahmen stützen. Zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der medizinischen Angebote in unseren Häusern werden wir am Ostalb-Klinikum einen neuen Zentral-OP für rund 25 Millionen Euro erstellen und am Stauferklinikum in Mutlangen eine neue zentrale Notaufnahme errichten sowie die Zentralapotheke für insgesamt 22 Millionen Euro erneuern. An der Ellwanger Klinik haben wir die Planungen für die Erstellung eines MRT-Pavillons für zwei Millionen Euro vorangetrieben, die im nächsten Jahr umgesetzt werden sollen.

Dass uns der Blick über die Kreis-, Landes- und Bundesgrenzen hinaus wichtig ist, dokumentieren wir durch die Aktivitäten unseres EUROPoints Ostalb. Mit diesem Informationszentrum gehören wir für weitere drei Jahre dem EUROPE DIRECT-Netzwerk der Europäischen Kommission an und sind damit einziges Zentrum im ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Schon seit 2009 sind wir Teil dieses Netzwerks und Anlaufstelle für die Bürgerschaft bei Fragen rund um die Europäische Union. Mit unseren neuen Partnern im rumänischen Kreis Satu Mare wollen wir gerne an einem soliden Europa der Zukunft mitarbeiten. Deshalb haben wir im Juni dieses Jahres anlässlich der Feierlichkeiten zu 100 Jahre Rumänien und 50 Jahre Kreis Satu Mare dort vor Ort unsere Kreispartnerschaft offiziell besiegelt. Schwerpunkte unseres Austausches sind die Themen Abfallwirtschaft, Gesundheitswesen und Ausbildung.

Integration und Inklusion werden im Ostalbkreis groß geschrieben. Insbesondere die Integration von Flüchtlingen ins gesellschaftliche Leben und in eine berufliche Laufbahn gelingt uns zunehmend besser. Allein in diesem Jahr konnte unser Jobcenter mit den kommunalen Integrationsmanagern weit über 180 Flüchtlinge in eine Arbeit oder eine Ausbildung vermitteln. Ob die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen über das Jahr 2020 hinaus weiterbetrieben wird, wird der Stadtrat Ellwangen nun erst im Februar nächsten Jahres entscheiden. Der Ostalbkreis ist aufgeschlossen für die Standortentscheidung Ellwangen und steht auch künftig als verlässlicher Partner für Land und Stadt zur Verfügung. 

Mit der Verleihung des zweiten, mit 1.000 Euro dotierten Integrationspreises Mitte November an den Verein "Begegnungen der Kulturen e.V." mit seinem Kulturcafé Paletti in Schwäbisch Gmünd hat der Ostalbkreis die Verdienste besonders einsatzwilliger und engagierter Menschen gewürdigt. Denn eine gelingende Integration, ein gutes Miteinander und gegenseitige Wertschätzung sind wichtige Zukunftsfaktoren für den Ostalbkreis. Auch mit dem Beitritt zum Ostalb-Bündnis gegen Menschenhandel und (Zwangs-)Prostitution im Oktober dieses Jahres will der Ostalbkreis zu gesellschaftlichem, politischem und gesetzgeberischem Umdenken bewegen.

Um möglichst vielen Menschen, vor allem auch solchen mit Handicaps, eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, engagiert sich die Kreisverwaltung in vielen Bereichen. So konnten wir im Rahmen unseres Projektes "Verwaltung für ALLE", das eine barrierefreie Landkreisverwaltung zum Ziel hat, im Oktober im Aalener Landratsamt eine Toilette für Menschen mit komplexen Behinderungen eröffnen. Es ist die dritte sogenannte "Toilette für alle" im Ostalbkreis - nach der VHS Schwäbisch Gmünd und dem Rathaus in Wasseralfingen. Eine unabhängige Teilhabeberatungsstelle hat in Aalen im Mai ihre Tätigkeit aufgenommen. Diese ergänzende unabhängige Teilhabeberatung soll dabei mithelfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. 

Auch Alter und Pflege sind drängende Zukunftsthemen. Mit dem Start der Kampagne "Herz Plus Ostalb" am Nikolaustag dieses Jahres wollen wir die Gesellschaft auf das präsente Thema der Pflege aufmerksam machen, denn wir brauchen mehr Profis in diesem wachsenden Berufsfeld. Unser Ziel ist es, um Anerkennung und Wertschätzung für die Pflegefachkräfte zu werben und außerdem das Interesse von Schülern, Umschülern und Wiedereinsteigern für diesen Beruf zu wecken.

Trotz oder auch gerade wegen der guten Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage haben Empfänger von Sozialleistungen nach wie vor Probleme, günstigen Mietwohnraum zu finden. Gemeinsam mit den Großen Kreisstädten hat der Ostalbkreis Anfang des Jahres einen "Pakt für günstigen Mietwohnraum" geschlossen. Ziel ist es, möglichst kurzfristig das Angebot an günstigen Mietwohnungen im Kreis für Menschen im unteren Einkommensdrittel oder für Empfänger von Transferleistungen zu erhöhen.

U. a. um qualifizierte Fachkräfte hier vor Ort zu halten und andererseits auch neue zu gewinnen, werben wir mit der landschaftlichen Schönheit, der kulturellen Vielfalt und unseren lebendigen Städten und Gemeinden. Die stetig steigenden Besucher- und Gästezahlen aus dem In- und Ausland sind für den Ostalbkreis inzwischen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 

Um den Tourismus weiter zu entwickeln und zu stärken, haben sich die regionalen Tourismusorganisationen auf eine noch engere Zusammenarbeit unter Federführung der Kreisverwaltung verständigt. In den vergangenen Wochen sind nun unter der Marke "Tourismus Ostalb" neue Publikationen entstanden, die auf der ersten Tourismusmesse im neuen Jahr, der CMT in Stuttgart, präsentiert werden.

Auch die bevorstehende Remstalgartenschau 2019 bietet Chancen, Besuchern aus nah und fern die Vorzüge unserer herzlichen Gastlichkeit auf der Ostalb zu zeigen. Bei der Gartenschau wird der Ostalbkreis an den fünf Ostalb-Standorten in Lorch, Schwäbisch Gmünd, Böbingen, Mögglingen und Essingen Forstwägen im Landhausstil installieren – dort werden bunte Aktionen geboten sein.

In diesem Jahr fanden in den Räumen der Landkreisverwaltung wieder eine Vielzahl von Veranstaltungen statt, wie etwa der Kinderhospiztag, mehrere Bürgerdialoge des EUROPoint Ostalb mit prominenter politischer Besetzung oder auch die schon fest im Jahresprogramm des Ostalbkreises verankerten Termine Schulpreisverleihung und Schulbestenehrung, Klimaforum Ostalb, Gesundheitskonferenz und Bildungskonferenz. 

Ein besonderes Highlight war das große Fest des Ehrenamts Ende Juli auf Schloss Kapfenburg, mit dem über 1.000 ehrenamtlich Engagierte aus allen Gemeinden des Kreises und allen gesellschaftlichen Bereichen im Rahmen eines bunten Abendprogramms besonders geehrt wurden.

An dieser Stelle danke ich nochmals allen ehrenamtlich Tätigen im Ostalbkreis, darunter unseren Kreisrätinnen und Kreisräten, die sich im Sitzungsjahr 2018 im Kreistag und seinen Ausschüssen in unzähligen Stunden für die Entwicklung des Ostalbkreises und seine Einrichtungen eingebracht haben. Dank sage ich auch allen Beschäftigten der Kreisverwaltung, der Kliniken, unserer Schulen und bei der GOA für ihren Einsatz und für die sehr gute Arbeit. 

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachtsfeiertage und ein glückliches, erfolgreiches und gesundes neues Jahr!


Ihr Klaus Pavel
Landrat des Ostalbkreises"

Publiziert in Behörden
Montag, 24 Dezember 2018 06:00

Weihnachtsgrüße von Landrat Klaus Pavel

"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

ganz herzlichen Dank für die guten Wünsche, die mich wieder zu Weihnachten und zum Jahreswechsel erreicht haben. Anstelle von Weihnachtskarten unterstütze ich auch in diesem Jahr wichtige soziale Einrichtungen im Ostalbkreis mit einer Spende. Dies soll eine Anerkennung für das wertvolle ehrenamtliche Wirken unserer Selbsthilfegruppen und Initiativen sein. 

Die Spenden gehen dieses Jahr an: 

- CFD Foundation e.V., Ellwangen
- Ökumenischer Hospizdienst Aalen e.V.
- Verwaiste Eltern Region Ostalb

Nach den betriebssamen Wochen und Monaten ist jetzt Zeit für die Familie, Freunde und die wichtigen Dinge im Leben, die während des Jahres oft zurückstehen mussten. Besonders sollten wir auch an diejenigen denken, die an den kommenden Feiertagen einsam oder auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Im Namen des Kreistags, der Kreisverwaltung, unserer Kliniken und aller Beruflichen Schulen und Sonderpädagogischen Bildungszentren des Landkreises sowie ganz persönlich wünsche ich Ihnen allen ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest!

Mit freundlichen Grüßen


Ihr
Klaus Pavel
Landrat des Ostalbkreises"

Publiziert in Behörden
Wenn die Tage nach Weihnachten wieder ruhiger werden, bietet sich ein Blick in den Online-Bereich des Kreisarchivs unter www.ostalbkreis.de an. Kreisarchivar Dr. Bernhard Hildebrand hat in den vielen Jahren seiner Tätigkeit für den Ostalbkreis umfangreiches historisches Kartenmaterial zusammengestellt und digitalisiert und war federführend bei einer Vielzahl von Publikationen. Diese finden sich jetzt auf den Internetseiten der Kreisverwaltung in der Rubrik "Kreisarchiv".

Neben einem Überblick über die Kulturgeschichte des Ostalbkreises beginnend mit der Jungsteinzeit und Bronzezeit steht etwa eine umfangreiche Kartensammlung zur Verfügung, die vom Circulus Sueviae aus dem Jahr 1572 bis zur Oberamtskarte Aalen von 1936 reicht. Wer wusste schon, das aus Alla, Gmind und Elwang im Laufe der Jahrhunderte Aalen, Schwäbisch Gmünd und Ellwangen wurden? "… schweigen, gehorchen und bezahlen!" war das Motto in den Jahren der Säkularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts, über die die gleichnamige Broschüre berichtet. Auch die jüdische Geschichte im Kreis ist in mehreren Publikationen dokumentiert. Lohnenswert ist ein Blick in die Jugendzeit unserer Großeltern, den der Bildband "Die 50er-Jahre im Ostalbkreis" vermittelt. Zwei weitere Bildbände, die aus Fotowettbewerben resultieren, zeigen den heutigen Ostalbkreis zu allen Jahreszeiten in wunderschönen Bildern.

Für alle, die neugierig auf Heimatgeschichte sind oder einfach nur in Bildern schwelgen möchten, ist das Online-Angebot des Kreisarchivs eine Fundgrube.

Publiziert in Behörden
Vergangene Woche trafen sich 18 Vermessungstechniker-Auszubildende beim Geschäftsbereich Geoinformation und Landentwicklung des Landratsamts Ostalbkreis. Der Einladung der Leitenden Fachbeamtin Claudia Vogel folgten Auszubildende aus sieben Landkreisen und drei Städten. Sie erhielten viele interessante Einblicke in die Themenbereiche Flurneuordnung und Baulandumlegung.

Der Beruf des Vermessungstechnikers ist ein technischer Beruf, der eine große Vielfalt an Tätigkeiten von der Landesvermessung bis hin zum Laserscanning oder der Auswertung von Geoinformationen beinhaltet. Dieses große Spektrum an Ausbildungsinhalten kann heute von einem Ausbildungsbetrieb allein nicht mehr bewältigt werden. Zusätzlich wirkt sich der bereits einsetzende bzw. sich abzeichnende Fachkräftemangel in diesem Bereich negativ aus. Um diesem Problem im Bereich der Ausbildungstätigkeiten entgegenzuwirken, schlossen sich 2010 die Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Heidenheim, Ludwigsburg, Rems-Murr- und Ostalbkreis sowie die Städte Ludwigsburg, Stuttgart und Sindelfingen zu einem Ausbildungsverbund zusammen. Diesem hat sich zwischenzeitlich auch ein privates Vermessungsbüro angeschlossen. Mit diesem Ausbildungsverbund kann den Auszubildenden trotz der knappen Ressourcen in den einzelnen Ausbildungsbetrieben eine gute Ausbildung ermöglicht werden.

Reinhard Lörcher von der Flurneuordnungsstelle in Ellwangen ging auf die vielfältigen Möglichkeiten einer Flurbereinigung ein. Er erläuterte, dass die Flurneuordnung über die Bedeutung einer agrarstrukturellen Ordnungsmaßnahme hinaus zu einem umfassenden Instrument zur Entwicklung der ländlichen Räume geworden ist und sich besonders eignet, die Ziele der Landentwicklung sozialverträglich und bürgernah umzusetzen. Neben einkommenswirksamen Verbesserungen für die Land- und Forstwirtschaft werden mit diesem Instrument Leistungen für die Allgemeinheit erbracht.

Hingegen ist die Baulandumlegung ein geregeltes Bodenordnungsverfahren zur Schaffung oder Neuordnung von Bauland. Ziel und Zweck ist es, die bisher oftmals landwirtschaftlich genutzten Grundstücke nach Lage, Form und Größe so neu zu ordnen, dass sie entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans zweckmäßig bebaut werden können. Die Leitende Fachbeamtin Ina Grenz vom Landratsamt Heidenheim vermittelte den Auszubildenden die vielen Vorteile dieses gesetzlichen Verfahrens und betonte ausdrücklich, dass ein solches Umlegungsverfahren keinesfalls die Enteignung der Eigentümer mit sich bringt.

Publiziert in Behörden
Donnerstag, 20 Dezember 2018 18:00

Ostalbkreis: Feuerwerk an Silvester

Soll das neue Jahr 2019 mit Feuerwerk, Zischen und Krachen begrüßt werden, sind Feuerwerkskörper "Kleinstfeuerwerk" (Klasse I) bzw. "Kleinfeuerwerk" (Klasse II) gefragt. Nur diese pyrotechnischen Artikel können ohne besondere sprengstoffrechtliche Erlaubnis verkauft werden, es gelten jedoch Einschränkungen. Darauf weist das Landratsamt Ostalbkreis hin.

Pyrotechnische Gegenstände der Klassen I und II dürfen in diesem Jahr ab Freitag, 28. Dezember 2018 bis Montag, 31. Dezember 2018 im Handel verkauft werden. Das Abbrennen dieser Feuerwerkskörper ist nur am 31. Dezember und 1. Januar gestattet. Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr dürfen pyrotechnische Gegenstände der Klasse II weder erwerben noch abbrennen oder aufbewahren.

Das Verschießen von Kartuschenmunition und von erwerbsscheinfreier pyrotechnischer Munition aus Reizstoff-, Schreckschuss- und Signalwaffen, die das PTB-Zeichen tragen, ist vom eigenen befriedeten Besitztum oder vom befriedeten Besitztum eines anderen mit Zustimmung des Inhabers des Hausrechts ohne Erlaubnis zulässig, wenn die Vorgaben der Verwendungssicherheit (Schießen senkrecht nach oben, nicht in der Nähe von leicht brennbaren Objekten, usw.) eingehalten werden. Der Ort der Entfaltung der pyrotechnischen Munition muss sich auf beziehungsweise über dem Grundstück befinden. Das Führen einer Reizstoff-, Schreckschuss- und Signalwaffe auf öffentlichen Flächen ohne waffenrechtliche Erlaubnis ist strafbar.

Publiziert in Behörden
Wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg vergangene Woche informierte, wurde im Landkreis Rastatt in einem Rinderbestand in Ottersweier die Blauzungenkrankheit amtlich festgestellt. Die Ansteckung der Tiere ist im Rahmen des routinemäßig durchgeführten jährlichen Untersuchungsprogramms nachgewiesen worden. Das Virus ist für Menschen nicht gefährlich. Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse können daher ohne Bedenken verzehrt werden. 

Um den Ausbruchbetrieb wird nun ein Restriktionsgebiet mit einem Mindestradius von 150 km eingerichtet werden. Dies bedeutet, dass das gesamte Land Baden-Württemberg - und damit auch der Ostalbkreis - sowie das Saarland und Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen zum BTV-8-Sperrgebiet für Rinder, Schafe, Ziegen und gehaltene Wildwiederkäuer erklärt werden. Das Sperrgebiet muss mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden. Erst danach kann die Bundesrepublik Deutschland sich wieder als frei von Blauzungenkrankheit erklären.

Das Landratsamt Ostalbkreis hat eine Allgemeinverfügung erlassen, in der verschiedene Regelungen für Halter von Rindern, Schafen und/oder Ziegen getroffen wurden. 
Sämtliche Rinder-, Schaf- und Ziegenhaltungen sowie die Haltung von Wildwiederkäuern im Ostalbkreis sind dem Geschäftsbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landratsamts Ostalbkreis unter Angabe des Standorts der Tiere mitzuteilen. 

Die Allgemeinverfügung des Ostalbkreises und ihre Begründung, die Tierhaltererklärung sowie den Meldebogen zur Anzeige einer Haltung von Wiederkäuern stehen im Internet unter http://www.ostalbkreis.de zur Verfügung. Im wesentlichen gelten folgende Maßgaben:

Das Verbringen von Rindern, Schafen, Ziegen und gehaltenen Wildwiederkäuern aus dem Ostalbkreis innerhalb von Baden-Württemberg ist ohne vorherige Impfung oder Laboruntersuchung vom Geschäftsbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landratsamts Ostalbkreis genehmigt, sofern die Tiere beim Verbringen keine Krankheitssymptome aufweisen, die auf Blauzungenkrankheit hinweisen oder der Tierbestand nicht wegen eines Ausbruchs der Blauzungenkrankheit gesperrt ist. Auch in ein BTV-8-Sperrgebiet in andere Bundesländer und Staaten können die Tiere ohne Impfung oder Laboruntersuchung mit behördlicher Genehmigung verbracht werden.

Das Verbringen bzw. der Export von Wiederkäuern sowie deren Sperma, Eizellen und Embryonen aus Baden-Württemberg in ein nicht reglementiertes BTV8-Gebiet ist dagegen nur zulässig, wenn die Tiere einen wirksamen Impfschutz haben, vorgeschriebene Laboruntersuchungen durchgeführt wurden. In der Regel bedeutet dies, dass die Tiere nur in ein BTV-8-freies Gebiet verbracht werden können, wenn sie einen wirksamen Impfschutz haben. Kälber, die von Kühen mit einem wirksamen Impfschutz geboren wurden und innerhalb der ersten sechs Lebensstunden von ihren Muttertieren Kolostralmilch bekommen haben, können innerhalb von Deutschland in ein BTV-8-freies Gebiet verbracht werden. Hierzu ist die sogenannte Tierhaltererklärung auszufüllen, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind. Für Schlachttiere, die außerhalb von Baden-Württemberg geschlachtet werden sollen, muss 48 Stunden vor der Schlachtung eine Meldung beim Geschäftsbereich Veterinärwesen erfolgen, damit die Schlachtung mit der zuständigen Behörde für den Schlachtbetrieb abgestimmt werden kann.

Ganz entscheidend ist nun, dass möglichst alle Rinder, Schafe und Ziegen im Land in den kommenden Jahren gegen BTV-8 und zusätzlich gegen den Serotyp 4 (BTV-4), der in Frankreich nachgewiesen wurde, geimpft werden. Nur so kann die Seuche erfolgreich getilgt und können Tiere aus Baden-Württemberg wieder ohne Einschränkungen in andere Regionen verbracht werden. Land und Tierseuchenkasse Baden-Württemberg unterstützen die Impfung mit einem Zuschuss.

Fragen zur Seuchensituation sowie zum Verbringen von Tieren, Sperma, Eizellen und Embryonen werden vom Geschäftsbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landratsamts Ostalbkreis, Tel. 07361 503-1830 beantwortet. 

Bei Fragen zur Impfung und zu Laboruntersuchungen können die Veterinärämter, die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg, das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt Aulendorf - Diagnostikzentrum, der Rinder- und Schafherdengesundheitsdienst der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg, praktizierende Tierärztinnen und Tierärzte sowie die Verbände Auskunft geben.

Hintergrundinformationen:

Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte Infektion insbesondere der Rinder und Schafe. Bei Schafen kann die Krankheit akut verlaufen, während sie bei Rindern in der Regel ohne bzw. nur mit milden Krankheitssymptomen verläuft. Ziegen, Neuweltkameliden (u.a. Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer sind für die BT ebenfalls empfänglich. Es gibt zahlreiche Serotypen von dem Virus. Es wird über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) der Gattung Culicoides zwischen empfänglichen Tieren übertragen. Mensch können sich dagegen nicht anstecken. Im August 2006 wurde BTV-8 erstmals in Deutschland festgestellt. Das Virus breitete sich in den Jahren 2007 und 2008 über einen großen Teil Deutschlands aus. Das gesamte Bundesgebiet wurde damals als BTV-8-Restriktionszone ausgewiesen. Ab dem 17. November 2009 wurde kein Ausbruch mehr festgestellt.

In den Jahren 2008 und 2009 wurden in Deutschland Rinder, Schafe und Ziegen im Rahmen einer Pflichtimpfung mit inaktivierten Impfstoffen gegen BTV-8 geimpft. Die Impfung von in Gattern gehaltenen Wildwiederkäuern erfolgte auf freiwilliger Basis. Zum 1. Januar 2010 wurde die Verpflichtung zur Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen aufgehoben. Auf freiwilliger Basis wurde sie in Baden-Württemberg zunächst noch 2010 und 2011 fortgesetzt. Die konsequente Impfstrategie hat damals zur raschen Tilgung der Blauzungenkrankheit in Deutschland geführt. Seit 2016 wird in Baden-Württemberg wieder auf freiwilliger Basis gegen BTV-4 und BTV-8 mit finanzieller Unterstützung durch das Land und die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg geimpft. 

Im Rahmen eines im Jahr 2007 etablierten Monitoring-Programms auf Blauzungenkrankheit wurden umfangreiche Untersuchungen bei Rindern, Schafen und Ziegen sowie in geringerem Maße bei Wildwiederkäuern durchgeführt. Die Monitoring-Untersuchungen bei empfänglichen Tieren wurden nach 2010 fortgesetzt, um die BT-Freiheit Deutschlands zu kontrollieren und im Falle eines erneuten Auftretens der Seuche schnell reagieren zu können. Seit 2010 wurde bei den Monitoringuntersuchungen kein BT-Virus in Deutschland mehr festgestellt. Weitere Informationen über Blauzungenkrankheit und die Maßnahmen des Landes finden sich im Internet unter http://www.ua-bw.de , Suchstichwort Blauzungenkrankheit.

Publiziert in Behörden
Mit dem Ziel, Migrantinnen besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren, hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg Anfang 2017 ein Mentoring-Programm für Frauen mit Migrationshintergrund und geflüchtete Frauen ins Leben gerufen. Das Mentorinnen-Programm ist ein zusätzliches Angebot der "Kontaktstellen Frau und Beruf" und ergänzt die bisherigen Maßnahmen und Angebote in Baden-Württemberg. Insgesamt wurden landesweit 73 Tandems gebildet. Die Mentees kamen aus 33 verschiedenen Ländern, die Mentorinnen aus 15 Ländern.

Mitte November überreichte die Staatssekretärin des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Katrin Schütz im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Programms im Hospitalhof in Stuttgart den Teilnehmerinnen aus dem Jahr 2018 sowie den Kontaktstellen ihre Zertifikate. Die Teilnehmerinnen hatten auf der Veranstaltung darüber hinaus die Möglichkeit sich über Kreisgrenzen hinaus zu vernetzen. Auch die Kontaktstelle Ostwürttemberg war mit Mentorinnen und Mentees vor Ort.

Die Kontaktstelle Ostwürttemberg führte das Mentorinnen-Programm für Migrantinnen in diesem Jahr mit insgesamt sieben Tandems durch - vier davon im Ostalbkreis, drei im Landkreis Heidenheim. Die Mentees aus der Region kamen aus Amerika, Kanada, Chile, Rumänien, Kasachstan und Moldawien und verfügten über zum Teil sehr hohe berufliche Qualifikationen. Vier der sieben Mentees haben während des Mentoringprozesses Arbeits- oder Praktikumsstellen gefunden, an Selbstvertrauen hinzugewonnen und Klarheit erlangt welchen beruflichen Weg sie wie in Deutschland gehen werden.

Die Mentorinnen unterstützten ihre Mentees über einen Zeitraum von bis zu acht Monaten mit ihrem Wissen u. a. über Berufsfelder und Organisationsstrukturen und ihren Kontakten. Sie ermutigten zu neuen Schritten, beim Aufbau von Netzwerken und zum Eintritt in den Arbeitsmarkt. Die Mentorinnen wiederrum profitierten von der 1:1-Zusammenarbeit mit den Mentees, indem sie wertvolle Erfahrungen für ihre eigene berufliche Laufbahn sammeln und sich in der Mentorinnen-Rolle weiterentwickeln konnten. Zudem boten Veranstaltungen der Kontaktstelle Frau und Beruf sowie zentrale Veranstaltungen Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung und Vernetzung.
Zur Vorbereitung auf die Zusammenarbeit erhielten sowohl Mentorinnen als auch Mentees ein Kompetenztraining in Stuttgart und konnten Beratungen in der Kontaktstelle in Anspruch nehmen.

Auch im kommenden Jahr führt die Kontaktstelle Frau und Beruf Ostwürttemberg das Mentorinnen-Programm für Migrantinnen durch. Interessentinnen, die als Mentee oder Mentorin am Programm teilnehmen möchten, können sich per E-Mail meldenDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 07361 503-1176.

Publiziert in Behörden
Zukunftsaussichten und aktuelle Themen wie die Afrikanische Schweinepest, Ferkelkastration und Schwanzkupieren waren neben einer umweltoptimierten Fütterung und besonders tiergerechten Haltungssystemen wichtige Themen der 22. Fachtagung für Schweinehalter in Aalen-Oberalfingen. 

Richard Riester von der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum (LEL) in Schwäbisch Gmünd zeigte anhand der Entwicklungen der vergangenen Jahre mögliche Szenarien der Schweinehaltung in Baden-Württemberg auf. Die Anzahl der Mastschweine lag 2010 bei 2,2 Mio. Tiere und reduzierte sich innerhalb von sieben Jahren auf 1,7 Mio. Tiere. Ebenso gab es bei den Zuchtsauen in diesem Zeitraum einen Rückgang von rund 90.000 Tieren auf aktuell 150.000 Tiere. Betrachtet man die Anzahl der Zuchtsauen- und Schweinehalter, haben sich diese von 14.000 im Jahr 2010 auf 9.000 im Jahr 2017 reduziert. Nur größere Betriebe wachsen, mittlere und kleinere Bestände hören verstärkt auf. 

Gründe hierfür sind steigende Haltungsanforderungen und Auflagen, gesellschaftliche Stimmung gegenüber schweinehaltenden Betrieben und stetig wachsende Kosten bei jahrelang niedrigen Preisen, insbesondere in der Ferkelerzeugung. Dadurch konnten keine finanzielle Rücklagen für Investitionen geschaffen werden, um die Haltungsverfahren den Verbraucherwünschen gemäß anzupassen. Ein weiteres großes Problem der Schweinehalter ist der abnehmende Schweinefleischkonsum der Bevölkerung. Er verringerte sich seit 2016 um zehn Prozent pro Kopf und Jahr. Riester prognostizierte einen weiteren deutlichen Rückgang bei der Ferkelerzeugung und Schweinemast. Der Bestand an Zuchtsauen werde sich in den nächsten Jahren auf unter 100.000 und bei den Mastschweinen auf 1,5 bis 1,6 Mio. Tiere reduzieren. Das ehemals traditionelle Ferkelexportland Baden-Württemberg hat sich mittlerweile zu einem Importland entwickelt. Bezogen werden große Partien aus Ostdeutschland, Holland und Dänemark.

Markus Hellenschmidt von Böhringer Ingelheim stellte die aktuelle Situation bei der Ferkelkastration dar. Ab dem 01.01.2019 soll die betäubungslose Kastration verboten sein, jedoch soll diese Frist nochmals um zwei Jahre verschoben werden. Angestrebt wird eine pragmatische Lösung, die Schmerz und Stress beim Tier ausschaltet und vom Landwirt selbst durchgeführt werden kann. Aktuell gibt es verschiedene Möglichkeiten der Betäubung, die jeweils auch Nachteile für Mensch und Tier haben können. Das Fleisch von unkastrierten Tieren wird vom Verbraucher offensichtlich nur in geringem Umfang angenommen. Auch die Impfung gegen Ebergeruch stellt hier aus Sicht der Landwirte keine praktikable und vom Verbraucher akzeptierte Alternative dar. Die Injektionsanästhesie und Schmerzausschaltung mittels Spritze ist zu aufwändig und stresst die Tiere zusätzlich. Gleiches gilt für die Betäubung mit Narkosegas über eine Inhalationsmaske. Zudem bestehen hier gesundheitliche Risiken für den Menschen durch das Narkosegas. Für die Lokalanästhesie wird nur eine Stelle lokal betäubt, wodurch geringere Risiken nach der Kastration auftreten können. Für diese Methode fehlen derzeit noch die rechtlichen Grundlagen.

Dr. Julia Eckert vom Geschäftsbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes Ostalbkreis berichtete über die Afrikanische Schweinepest (ASP), den Maßnahmenkatalog in Baden-Württemberg, über Präventivmaßnahmen sowie über Folgen eines möglichen Ausbruchs. Eine mögliche Ursache für die Verbreitung der ASP sind nicht sachgerecht entsorgte Fleisch- und Wurstwaren aus gefährdeten Gebieten, die von Wildschweinen gefressen werden können und diese dann mit ASP anstecken. Bei der ASP handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die bei Schweinen in den meisten Fällen zum Tod führt, für den Menschen aber ungefährlich ist. Die Symptome sind identisch mit denen der Klassischen Schweinepest (KSP). Im Gegensatz zum KSP-Virus lässt sich der ASP-Erreger gut durch Biosicherheitsmaßnahmen wie dem konsequenten Einsatz von Desinfektionsmitteln bekämpfen. Der vorgesehene Maßnahmenkatalog beinhaltet verschiedene Präventivmaßnahmen, die eine Verbreitung der ASP verhindern sollen. Zur Absicherung des eigenen Hausschweinebestandes müssen die Landwirte ein strenges Hygienemanagement im Stall praktizieren. Hierzu gehören auch die Bereiche Fütterung und Einstreu. Das ASP-Virus wird über Körperflüssigkeiten, Blut und Fleisch übertragen, kann aber auch bei verendeten Schweinen über einen längeren Zeitraum infektiös sein. Im Falle eines ASP-Ausbruchs wird der Tierverkehr im gefährdeten Gebiet vollkommen eingestellt und darf nur nach vorherigen Untersuchung und nach Freigabe durch die Veterinärbehörde im Einzelfall unter definierten Vorgaben erfolgen. Über die genauen Vorgehensweisen und auftretende Fragen gibt ein verfügbares Handbuch im Internet umfassend Auskunft.

Wie eine Schweinefütterung unter den Aspekten des Tierwohls, Düngeverordnung und Ökonomie aussehen kann, stellte Herbert Nehf von der BayWa AG in seinem Vortrag dar. Ziel der neuen Düngeverordnung ist die Reduzierung der Nährstoffausscheidung bei Stickstoff und Phosphor. Dies kann über optimierte Futtermittel, durch Futterzusätze wie Aminosäuren oder Phytasen und Futtersäuren erreicht werden. Im Gegenzug kann der Mineralfutteranteil reduziert werden. Über eine Multiphasenfütterung können die Schweine in jedem Altersabschnitt optimal individuell mit Nährstoffen versorgt werden. Auf diese Weise können auch die Futterkosten gesenkt und die Vorgaben der neuen Düngeverordnung und Stoffstrombilanz leichter eingehalten werden. 

Benjamin Unangst vom Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg referierte über die Zukunft der Fleischvermarktung. Das Thema Tierwohl wird bei der deutschen Bevölkerung immer wichtiger. Bei der Fleischkennzeichnung gibt es verschiedene Labels, um dem Verbraucher zu signalisieren, woher das Fleisch stammt und wie die Tiere gehalten wurden. Nach den Anfängen der Initiative Tierwohl hat z.B. Lidl ein eigenes Kennzeichnungssystem eingeführt, das weitere Discounter übernehmen wollen. Damit werden die Produkte mit einem vierstufigen Haltungskompass versehen (Stallhaltung, Stallhaltung Plus, Außenklima, Bio). Als Kriterien sind die Faktoren Fläche, Außenbereich, Beschäftigung, Kastrationsvariante und Futter entscheidend. Daneben gibt es von diversen Organisationen und Vereinigungen ebenfalls Labels. 

Andrea Scholz vom Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg berichtete über das "Langschwanz- Projekt". Durch dieses Projekt sollen praktikable Möglichkeiten in den schweinehaltenden Betrieben entwickelt werden, um die Umsetzung der EU-Vorgabe "Schwanzkürzungsverbot" in der Praxis durchzusetzen. Das Kupieren der Schweineschwänze ist laut Tierschutzgesetz verboten und darf nur ausnahmsweise durchgeführt werden. In dem Projekt müssen die Art der Verletzung, mögliche Risikofaktoren im Betrieb und Optimierungsmaßnahmen dokumentiert werden. Um weiteren Verletzungen vorzubeugen, darf erst dann kupiert werden, wenn mehr als zwei Prozent der Tiere in zwölf Monaten Verletzungen aufweisen. In der Zwischenzeit soll der Landwirt mit dem zuständigen Tierarzt einen Maßnahmenplan ausarbeiten, um das Schwanzbeißen zu minimieren. Generell gilt, dass es gegen Schwanzbeißen kein Patentrezept gibt, denn dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich. 

Publiziert in Behörden
Am morgigen Sonntag, 9. Dezember 2018 ab 14:30 Uhr ertönen im Landratsamt Ostalbkreis in Aalen weihnachtliche Klänge. Dann findet dort nämlich zum 34. Mal das traditionelle Adventskonzert statt. Wie jedes Jahr werden hierbei vier verschiedene Musikgruppen dem Publikum ihr Können präsentieren.

So tritt neben CHORazon, dem Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde Aalen unter der Leitung von Katharina Hutter, das Saxophon-Ensemble des Musikvereins Holzhausen unter dem Dirigat von Peter Rott auf. Daneben wird TIRAMISU, der Schulchor der Klosterbergschule Schwäbisch Gmünd, der von Heike Bareiß geleitet wird, auftreten. Abschließend präsentiert sich die im Jahr 1813 gegründete SHW-Bergkapelle mit ihrem Dirigenten Günter Martin Korst. 

Der Eintritt zum Adventskonzert ist frei. Alle Bürgerinnen und Bürger des Ostalbkreises sind herzlich eingeladen.

Publiziert in Behörden

Kürzlich konnte Landrat Klaus Pavel im Aalener Landratsamt dem Durlanger Bürgermeister Dieter Gerstlauer zum Dienstjubiläum gratulieren und ihm eine Dankurkunde überreichen. Gerstlauer kann auf vierzig Jahre im öffentlichen Dienst zurückblicken.

Bürgermeister Gerstlauer startete seine berufliche Laufbahn im öffentlichen Dienst im September 1976 mit einer Ausbildung im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst und schloss ein Studium zum gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst an. Nach dem Studium absolvierte er verschiedene Stationen in Ulm, Stuttgart und Schwäbisch Gmünd. Im Januar 1994 wurde er bei zwei Gegenkandidaten mit großer Mehrheit zum Bürgermeister von Durlangen gewählt, wo er erst im Januar dieses Jahres zum dritten Mal wiedergewählt wurde. 

Investitionsschwerpunkte in der Amtszeit Gerstlauers waren die Sanierung der Gemeindehalle, die Erweiterung des Friedhofs, der Umbau des Lehrschwimmbads, der Bau eines Mehrzweckraums im Kindergarten, die Außen- und Generalsanierung der Christoph-von-Schmid-Schule, der Bau einer Mensa für die Schule und die Kindertagesstätte, die energetische Sanierung des Gemeindekindergartens, der Umbau und die Erweiterung der Kläranlage, verschiedene Straßensanierungen sowie die Einrichtung eines Wärmeverbunds für öffentliche Einrichtungen.

Publiziert in Behörden
Seite 1 von 10