Der Deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN wird jährlich für herausragende lokale Nachhaltigkeitsinitiativen vergeben. Verliehen wird er auf dem Netzwerk21Kongress, dem bundesweiten Fortbildungs- und Netzwerkkongress für lokales Nachhaltigkeitsengagement. Das Referat für Nachhaltige Entwicklung der Hochschule Aalen war gleich zweimal nominiert.

Dieses Jahr hatte sich die Hochschule Aalen mit zwei Projekten beworben: Reallabor Aalen und Projektmethode ESPRESSO. Unter den über hundert eingereichten Projekten wurden zwanzig für den Preis nominiert, und beide Projekte der Hochschule Aalen waren dabei. Da die Veranstalter für jedes nominierte Projekt einen Repräsentanten eingeladen hatten, reisten Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, Leitung ESPRESSO, und Vanessa Vanini, Referentin für Nachhaltige Entwicklung, ins Umweltbundesamt nach Dessau. Parallel dazu fand eine zweitägige Netzwerk21-Konferenz mit einem intensiven Austausch zu Grundlagen, Initiativen und Erfahrungen im Bereich lokaler und globaler Nachhaltiger Entwicklung statt.

Bei der Auszeichnung im Umweltbundesamt wurden beide Projekte vorgestellt: In der Kategorie „Nachhaltige Stadt-, Gemeinde- und Regionalentwicklung” war das Reallabor Aalen nominiert. Schwerpunkt des Reallabors Aalen ist die Transformation zu einer zukunftsfähigen Kommune durch Projekte zur Nachhaltigen Entwicklung durch Lehrende und Studierende der Hochschule Aalen mit Gruppen der Lokalen Agenda21, Stadtverwaltung und weiteren Akteuren. „Ein hervorragendes Beispiel ist das Umweltmanagementsystem Grüner Aal für Schulen. Damit kommt die Hochschule Aalen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach und forscht an aktuellen Themen“, erklärte Ulrich Holzbaur.

In der Kategorie „Bildung und Kommunikation für eine nachhaltige Entwicklung” war die Projektmethode ESPRESSO nominiert. ESPRESSO leitet sich von der Bezeichnung “Experience Science and Practical Relevance and learn Sustainability via Sustainability PrOjects” ab. Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen setzen Projekte um, die sowohl Gestaltungskompetenzen als auch fachspezifische Inhalte bezüglich Nachhaltiger Entwicklung fördern. Gleichzeitig sind sie wichtige Maßnahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Stadt.

Ulrich Holzbaur: „In beiden Kategorien siegten jeweils hervorragende Projekte, von denen wir auch Anregungen mitnehmen konnten. Im nächsten Jahr wollen wir uns gemeinsam mit der Stadt Aalen wieder bewerben.“

Mehr Info: https://www.netzwerk21kongress.de/zeitzeichen/zeitzeichen-2018
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Der Hörsaal der Hochschule Aalen war mehr als voll als Prof. Dr. Burkhard Heine den Kindern und Eltern in der ersten Kinder-Uni dieses Semesters erzählte, was wir Menschen alles der Natur nachgebaut haben.

Bienenwaben und Lotusblüten, diese Begriffe kennen viele und wissen über deren Können Bescheid. Auch einige der 90 Kinder und 70 Erwachsenen, die letzten Samstag die Kinder-Uni von Prof. Dr. Burkhard Heine an der Hochschule Aalen besuchten, wussten das schon. Wer aber weiß, dass nicht nur der Eifelturm – gebaut zur Weltausstellung 1989 in Paris – der Natur nachempfunden ist, sondern auch der papierene japanische Pavillon der Weltausstellung in Hannover 2000? Er war aus Altpapier gebaut. Trotzdem konnte sein Dach immense Schneelasten tragen. Beide Bauwerke bilden die Stab- und Plattenkonstruktionen ab, die Tiere und Pflanzen uns Menschen seit Jahrmillionen vorleben.

Prof. Heine erzählte den großen und kleinen Zuhörern auch, was wir Menschen von den Eisbären gelernt haben. Glasfaserkabel und Häuserdämmung sind die technischen Produkte. Über viele weitere Tiere und Pflanzen staunten die äußerst aufmerksam zuhörenden Kinder nicht schlecht als sie deren Häute, Schalen und Inneres höchstaufgelöst in den Aufnahmen mit dem Elektronenmikroskop sahen. Dann kam die spannende Frage: „Was macht die Natur noch, damit nichts kaputt geht? Wie wappnen sich Bäume gegen Stürme?“ Ein mutiger Junge half dem erfahrenen Professor, solch einen Unfall mit Styropormodellen nachzumachen. Siehe da, auch hier ist die Natur Weltmeister. Besser als sie es macht, können Winkel nicht gebogen werden, um das Reißen der Stämme und Brechen der Äste zu verhindern. Mit neuen Ideen für den Bau eines stabilen Fahrrades wurden die Kinder ins Wochenende verabschiedet.

Schon am kommenden Samstag lädt die nächste Kinder-Uni um 10:30 Uhr in die Hochschule Aalen ein. Diesmal geht es darum, wie es überhaupt möglich ist, dass man mit Zahlen zählen kann. „Was bloß hat es mit der Null auf sich?“ und einiges mehr wird Prof. Dr. Wilhelm Kleppmann kurzweilig beantworten und dafür sicherlich wieder nicht nur den Kopf, doch auch die Finger zu Hilfe nehmen.

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Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie der Zukunft. Austausch zu aktuellen Fragestellungen hierzu und das Netzwerken mit wichtigen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft der Region stehen im Mittelpunkt des „Technologietag Leichtbau Regional“. Hochschule Aalen, IHK Ostwürttemberg und weitere Partner laden am Dienstag, 23. Oktober 2018 zum zweiten Mal in das Forum Gold und Silber in Schwäbisch Gmünd ein.

SCHWÄBISCH GMÜND Leichtbaukonzepte und -konstruktionen werden inzwischen branchenübergreifend in der Fertigung eingesetzt. Entscheidend sind insbesondere auch smarte Materialien, neue Methoden zur Simulation und intelligente Produktionstechnologien. Sowohl zu diesen Themen als auch zu Design, Topologieoptimierung und 3D-Druck bietet der Technologietag Leichtbau Regional spannende Vorträge von Experten aus der Region. Durch Beiträge aus Wissenschaft und Wirtschaft kann das große Potenzial des Leichtbaus umfassend präsentiert werden. Zu den Referenten zählen beispielsweise Vertreter der Unternehmen Altair GmbH, Franke GmbH, Gaugler & Lutz, INNEO Solutions GmbH, Robert Bosch Automotive Steering GmbH. Dabei werden auch von der SmartPro-Partnerschaft aktuelle Fragestellungen und Forschungsergebnisse vorgestellt. Veranstaltet wird der Technologietag Leichtbau Regional gemeinsam von sieben Partnern: IHK Ostwürttemberg, Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, Stadt Schwäbisch Gmünd sowie Leichtbau BW GmbH, Hochschule Aalen und Technologiezentrum Leichtbau.

Programm und Anmeldung: www.ostwuerttemberg.ihk.de, Seitennummer 135113170
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Eine positive Nachricht gab es beim 8. Cluster-Forum Baden-Württemberg am vergangenen Donnerstag für den Ostalbkreis: Im Rahmen des Förderaufrufs "Regionales Innovationsmanagement" hatte sich das Landratsamt gemeinsam mit der Hochschule Aalen um Fördermittel beworben und wurde dafür ausgezeichnet. Das Wirtschaftsministerium hatte Fördermittel in Höhe von insgesamt 1,6 Millionen Euro ausgelobt. Elf Preisträger aus ganz Baden-Württemberg können sich nun auf einen Anteil davon freuen.

Ziel des Förderaufrufs war es, die Vernetzung innerhalb der Region zum Thema Innovationen voranzutreiben, denn dort sieht die Landesregierung in ganz Baden-Württemberg Handlungsbedarf. "Es geht darum, dass alle auf Innovationen ausgerichteten Akteure sich besser koordinieren, wenn möglich auch Doppelstrukturen abbauen und gemeinsam Potenziale der Region erkennen und definieren", so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Das prämierte Projekt T-REGIO des Ostalbkreises und der Hochschule Aalen steht für "Transfermanagement und regionale Innovationsförderung Ostalb". Neben einer Evaluierung der bisherigen Maßnahmen ist auch eine dauerhafte Etablierung einer Transferstelle an der Hochschule geplant. Von hier aus können Innovationsprozesse nicht nur besser identifiziert werden, sondern auch beschleunigt und nachhaltig gestaltet werden.

Nach erfolgreicher Umsetzung von Projekten als "WINRegion" in Baden-Württemberg ist die erneute Förderung für den Ostalbkreis eine ideale Ergänzung. So werden die bisher erreichten Ziele und Erkenntnisse bestmöglich weiterentwickelt. Es soll außerdem ein zusätzlicher Beitrag zur Unterstützung vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen geleistet werden, der positive Strahlkraft für den gesamten Landkreis hat. 

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Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule Aalen, feiert am Donnerstag, 11. Oktober seinen 60 Geburtstag. Seit 2008 leitet Schneider die Geschicke der Hochschule. In seinen beiden Amtszeiten wurde sie jährlich zur forschungsstärksten Hochschule für angewandte Wissenschaften im Land gekürt. Die Studierendenzahl hat sich mehr als verdoppelt. Gemeinsam mit Stadt, Region und Land trieb und treibt Schneider Bauprojekte wie das Innovationszentrum, das explorhino Science Center, zwei neue Forschungszentren und den künftigen Waldcampus voran.

„Ein Traumjob!“ freute sich Schneider schon bei seiner Ernennung zum Rektor 2008.  Das hat der Jubilar bereits erkannt, als er von 1996 bis 2001 an der Hochschule arbeitete, als Professor in Werkstoffkunde und ab 1999 als Prorektor. Zunächst als Abteilungsleiter der Werkstoffforschung bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart. 2005 zog es Schneider nach Palo Alto, Kalifornien, USA: Bis zu seinem Amtsantritt als Rektor der Hochschule Aalen war er Forschungsleiter der Robert Bosch Corporation. 

Die Hochschullandschaft hat sich seit 2008 rasant weiterentwickelt. Das prägt auch die beiden Amtszeiten von Gerhard Schneider, der 2015 wiedergewählt wurde. Hochschulen sind relevante Akteure. Hinzu kommen Aufgaben wie die Weiterbildungsakademien, explorhino sowie Startup- und Transferaktivitäten. Die Hochschule Aalen und ihr Rektor gestalten den radikalen Wandel von Technologien mit, ob in Sachen Digitalisierung, Mobilität oder erneuerbare Energien.

Besonderes Anliegen Schneiders ist die Weiterentwicklung der Qualität in Lehre und Forschung. Der enge Austausch und Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft sowie die Stärkung der Hochschule im nationalen und internationalen Wettbewerb sind wichtige Arbeitsfelder des Rektorats. Sichtbare Zeichen hierfür sind erfolgreiche Forschungsprojekte in den wichtigen Zukunftsfeldern, die wiederholte Spitzenposition unter den forschungsstärksten Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie die Etablierung der Hochschule als Gründerhochschule und Weiterbildungsakademie. Bauliche Erfolge sind das Innovationszentrum, zwei neue Forschungsgebäude auf dem Campus und der Aufbau von explorhino an der Hochschule Aalen, das ebenfalls ein neues Gebäude bekommen hat

„Wir sind eine sehr gute Hochschule mit einem breit aufgestellten Fächerspektrum, das sich durch einen ausgewogenen Mix aus Theorie, Anwendung und Forschung auszeichnet“, sagt Gerhard Schneider. Die Hochschule profitiere auch von einem sehr guten Netzwerk zu den Unternehmen. „Insbesondere das wichtige Feld der Digitalisierung wollen wir kräftig weiterentwickeln“, freut sich Gerhard Schneider auf die nächsten Jahre.

Über die Hochschule hinaus ist Gerhard Schneider ebenfalls sehr engagiert: Er ist Mitglied im Vorstand der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg e.V. (HAW BW e.V.), wo er sich unter anderem mit seinen Rektorenkollegen für die Weiterentwicklung der Forschung an den HAW stark macht. Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) ehrte Gerhard Schneider vergangene Woche mit dem „DGM-Pionier“ und wählte ihn zum Vizepräsidenten.

Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler gehört zu den ersten Gratulanten: „Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider ist der starke Motor, der Forschung und Lehre in der Region befördert. Seit zehn Jahren ist er ein absolut verlässlicher Partner für die Stadt Aalen: Gemeinsam wurde beispielsweise die Expansion der Hochschule Aalen vorangetrieben. Bei der geplanten Neugestaltung der Hochschule auf dem Waldcampus kämpft Gerhard Schneider sprichwörtlich Seit‘ an Seit‘ mit der Stadt für den Ausbau der Attraktivität des Hochschulstandorts. Ich schätze sein lösungsorientiertes Vorgehen sehr.“ 

Vita Prof. Dr. Gerhard Schneider

Den Grundstein für seine Berufslaufbahn legte Gerhard Schneider an der Universität Stuttgart: Dort studierte er ab 1977 Werkstoffwissenschaften. 1980 wechselte er an das Max-Planck-Institut für Metallforschung, an dem er auch promovierte. Der Hochschulrektor hat in seiner beruflichen Laufbahn darauf Wert gelegt, die Arbeitsweise in anderen Ländern kennenzulernen. So ging Schneider 1988 als Gastprofessor nach Brasilien, an die Universidade de São Paulo, Instituto de Física, bevor er 1989 als Projekt- und Gruppenleiter in die Forschung der Robert Bosch GmbH einstieg. Von 1996 bis 2001 lehrte Schneider als Professor an der Hochschule Aalen, ab 1999 war er Prorektor. Nach dieser Amtszeit kehrte Gerhard Schneider noch einmal in die Industrie zurück. Zunächst als Abteilungsleiter der Werkstoffforschung bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart. 2005 zog es ihn nach Palo Alto, Kalifornien, USA. Bis zu seinem Amtsantritt als Rektor an der Hochschule Aalen im Januar 2008 war Schneider bei Robert Bosch Leiter der Forschung Nordamerika. Gerhard Schneider ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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explorhino lädt zu neuen Terminen im Oktober ein: Am kommenden Wochenende starten die Kinder-Unis ins neue Semester. Prof. Dr. Burkhard Heine startet am Samstag, 13. Oktober, mit einer Reise durch die Natur. Am Samstag, 20. Oktober, dreht sich mit Prof. Dr. Wilhelm Kleppmann alles rund ums Zählen und Zahlen. Die Kinder-Unis finden jeweils im Audimax, Beethovenstraße 1., statt.

Am kommenden Samstag, 13. Oktober, reist Prof. Dr. Burkhard Heine ab 10.30 Uhr durch die Evolution der belebten Natur. Was haben sich die Ingenieure von der Natur abgeschaut? Welches Patentrezept haben Bäume gegen Risse entwickelt?  Diesen Fragen und weiteren Fragen geht der Professor in seiner Vorlesung nach und macht mit Hilfe von Styropormodellen interaktive Versuche.

Rund ums Zählen und um Zahlen dreht sich alles in der Kinder-Uni am Samstag, 20. Oktober, um 10.30 Uhr. Warum kann man mit Zahlen zählen? Bei der Kinder-Uni werden Zahlen und mit ihnen auch die Mathematik spannend. Denn: Prof. Dr. Wilhelm Kleppmann weiß die Antwort.

Die Vorlesungen der Kinder-Uni sind für Kinder ab der zweiten Klasse geeignet. Gerne können auch Eltern und Großeltern mitkommen. Im Anschluss an die Vorlesungen können manche Geräte ausprobiert und das Gehörte angewendet werden. Veranstaltet wird die Kinder-Uni jeweils im Audimax, Beethovenstraße 1. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter: www.schuelerlabor.explorhino.de.

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Fast überall in der Welt sind liberale Demokratien bedroht und konservative Nationalismen im Aufstieg begriffen. Der britische Historiker Timothy Garton Ash sieht darin eine weltweit zu beobachtende „antiliberale(n) Konterrevolution“.

Im Rahmen des Semesterthemas „Demokratie in der Krise“ im Studium Generale, veranstaltet von der vhs Aalen zusammen mit der Hochschule und dem Kulturamt der Stadt Aalen, wird PD Dr.phil.habil Renate Syed in ihrem Vortrag am Montag, 15. Oktober um 18 Uhr die indische Entwicklung in globale Zusammenhänge einordnen, aber auch die historischen und kulturellen Besonderheiten Indiens aufzeigen, die zur Popularität der BJP und Modis führten und die Situation der Minderheiten beleuchten.

Der Vortrag ist kostenlos und findet in der Hochschule Aalen, Beethovenstraße 1 statt. 

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Von Kooperationen zwischen Partnerhochschulen profitieren sowohl Studierende als auch Lehrende. Eine solche hat die Hochschule Aalen nun mit der Osaka University of Economics and Law (OUEL) in Japan durch die Gastdozentur von Prof. Dr. Ralf-Christian Härting vertieft.

Im vergangenen Jahr hat die Hochschule Aalen mit der Osaka University of Economics and Law (OUEL) einen engagierten Partner für den Austausch in Lehre und Forschung gewonnen. Mit Unterstützung des Akademischen Auslandsamts wurden nun drei Studierende der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an die OUEL vermittelt. Zu einer Hochschul-Kooperation gehört auch die Abstimmung von Lehre, Projekten und Forschung vor Ort. Auf Einladung der OUEL besuchte daher Prof. Dr. Ralf-Christian Härting, Professor für Wirtschaftsinformatik im Studienbereich Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen, im Rahmen einer Gastdozentur für vier Wochen die Hochschule in Osaka.

Neben Lehr- und Gastvorträgen gab es regelmäßige Informationsveranstaltungen zum Thema „Studieren an der Hochschule Aalen“ sowie einen intensiven Austausch zu Forschungsthemen. Neben einem Empfang durch den Präsidenten Professor Riichi Tabata standen zahlreiche Gespräche in den verschiedenen Fakultäten auf dem Programm. Dabei wurde unter anderem auch über eine Öffnung des Studierendenaustausches für berufsbegleitende BWL-Studierende und ein Short-Studienprogramm an der Hochschule Aalen gesprochen. Härting traf außerdem Vizepräsident Professor Wakio Fujimoto und besuchte das Research Center der OUEL, welches als eigenständiger Standort viele Forschungsaktivitäten bündelt. Im Bereich Forschung konnte eine Kooperation zu den Auswirkungen der neuen Datenschutz-Grundverordnungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) geschlossen werden. Zudem konnten hierfür Forscher von der Kyoto University gewonnen werden.

Zum Abschluss der Gastdozentur stand ein Besuch in Nagoya, der drittgrößten Stadt in Japan, an. Die Nagoya University ist einer der forschungsstärksten traditionellen Universitäten in Japan. Den kurzen Aufenthalt nutzte Professor Härting, um einer Einladung von Prof. Dr. Shuichiro Yamamoto von der Nagoya University (Graduate School of Informatics) zu folgen und ein weiteres Forschungsprojekt im Bereich Enterprise Architecture Management (Unternehmensarchitektur-Management) als ganzheitliches Lösungsverfahren für KMU zu initiieren.

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Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) hat Prof. Dr. Gerhard Schneider mit dem „DGM-Pionier“ geehrt. Mit dem Preis werden die Aktivitäten Schneiders zum Ausbau des DGM-Expertennetzwerkes und der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie gewürdigt. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des DGM-Tages an der Technischen Universität in Darmstadt verliehen.

Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. ist die größte wissenschaftliche Fachgesellschaft der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in Europa, deren Ursprünge bis ins Jahr 1919 zurückreichen. Seit 2014 verleiht die Gesellschaft jedes Jahr den „DGM-Pionier“ und würdigt damit zum einen die besonderen Leistungen eines DGM-Mitglieds beim Ausbau des DGM-Expertennetzwerkes im Rahmen der Aktivitäten der Fachausschüsse und Arbeitskreise sowie auch Verdienste für die nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie. Diesjähriger Preisträger ist Prof. Dr. Gerhard Schneider, der sich in vielen Bereichen der DGM verdient gemacht hat. So leitete er beispielsweise in den vergangenen vier Jahren den Fachausschuss Materialographie.

Schon als Doktorand am Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart und später als Industrie- und Hochschulforscher hat Prof. Dr. Gerhard Schneider die Materialographie als Untersuchungsmethode auf anspruchsvollem Niveau vorangetrieben. Am Institut für Materialforschung an der Hochschule Aalen (IMFAA) untersucht er mit seinem Team neue Funktionswerkstoffe für Batterien und Magnete sowie die pulvermetallurgische Problematik bei der Additiven Fertigung und deren Einsatzmöglichkeiten. Für Materialkunde begeistert sich Schneider heute genauso wie damals, als er sein Studium an der Uni Stuttgart begann: „Es ist einfach ein spannendes Berufsfeld. Und für die Innovationskraft unserer Gesellschaft wird es auch in Zukunft von großer Bedeutung sein, Werkstoffe weiterzuentwicklen und neue Materialien zu entdecken.“

In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Dr. Günter Petzow, ein „Urgestein“ der DGM, die vielfältigen Verdienste von Prof. Dr. Gerhard Schneider. Dabei erwähnte er auch die Erfolge bei der Einwerbung von Bauprojekten wie dem neuen Forschungsgebäude, das das „Zentrum Technologie für Nachhaltigkeit“ (ZTN) und das „Zentrum für Innovative Materialien und Technologien für energieeffiziente Energiewandlermaschinen“ beheimaten wird. „Gerhard Schneider hat Vieles zur Gestaltung und Reputation der DGM beigetragen. Sein Engagement in Wissenschaft, Praxis und Lehre ist durch Kreativität, intellektuelle Offenheit und Leistungsbewusstsein gekennzeichnet. Er hat fachübergreifende Pionierarbeit als Forscher, Lehrer und Teamchef geleistet“, lobte Petzow und fügte hinzu: „Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein DGM-Pionier.“

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Die Hochschule Aalen hat mit dem Kooperationsnetzwerk SmartPro an der Initiative „Forschung in Deutschland“ mitgewirkt. Die hervorragenden Forschungs- und Kooperationsmöglichkeiten vor Ort wurden erstmals auf der internationalen Konferenz „Materials Science Engineering“ mit rund 1.500 Teilnehmern präsentiert. Bei der Initiative „Research in Germany“ traten Ende September in Darmstadt 14 Forschungseinrichtungen und -förderer gemeinsam auf, um der internationalen Forschungsgemeinschaft und internationalen Schlüsselmärkten die Leistungen und Chancen Deutschlands im Bereich der Forschung zu präsentieren.

„Forschung in Deutschland – Land der Ideen“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Hochschule Aalen beteiligte sich dieses Jahr mit dem Institut für Materialforschung (IMFAA) und der SmartPro-Partnerschaft. Hauptziel der Initiative „Research in Germany“ des BMBF ist es, der internationalen Forschungsgemeinschaft und internationalen Schlüsselmärkten die Leistungen und Chancen im Bereich der Forschung zu präsentieren. Bei gemeinschaftlichen Auftritten informieren deutsche Forschungs- und Fördereinrichtungen über den Forschungsstandort Deutschland, beispielsweise bei internationalen Fachtagungen im In- und Ausland.

Dieses konzertierte Konzept mit einem Gemeinschaftsstand, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) koordinierte, wurde in diesem Jahr erstmals im Fachgebiet Materialwissenschaft und Werkstofftechnik realisiert. Bei der internationalen Konferenz „Materials Science and Engineering 2018“ informierte die Hochschule Aalen gemeinsam mit 13 weiteren Institutionen internationale Wissenschaftler umfassend über Forschungs- und Fördermöglichkeiten. Fachspezifisch wurden die Aktivitäten des SmartPro-Kooperationsnetzwerks „Smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien für energieeffiziente Produkte der Zukunft“ der Hochschule Aalen auf dem Gebiet der Materialforschung vorgestellt. Ziel der Forschungsaktivitäten ist es, Grundlagen für die Entwicklung neuer smarter Produkte zu schaffen, die nachhaltig energie- und ressourceneffizient sind. Ein Fokus liegt auf der Erforschung und Entwicklung smarter Materialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften für die jeweils spezifischen Anwendungszwecke. Dabei wurden auch neue Verfahren vorgestellt, welche beispielsweise die Methoden des Machine Learnings nutzen, um auf Basis von Bilddaten die Qualität der Materialien bewerten zu können.

„Wir verknüpfen durch ‚Machine Learning‘ Informationen von Werkstoffstrukturen mit den Werkstoffeigenschaften. Dadurch können wir die Materialieneigenschaften gezielt verbessern. So schaffen wir Grundlagen für smarte Produkte“, erläutert Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule Aalen und Mitglied im Leitungsteam des IMFAA. „Die gebündelte Kompetenz in unterschiedlichen Bereichen und die engen Kooperationen innerhalb der Hochschule sowie mit weiteren Industrie- und Forschungspartnern ebnen neuen Techniken den Weg in die Industrie und machen uns zu einem attraktiven Forschungspartner weit über Ostwürttemberg hinaus.“


INFO

Im Kooperationsnetzwerk SmartPro forscht die Hochschule Aalen gemeinsam mit über 50 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, um Grundlagen für maßgeschneiderte und zukunftsweisende smarte Produkte zu schaffen. Ziele sind Energie- und Ressourceneffizienz. In engem Zusammenspiel werden smarte Materialien und intelligente Produktionstechnologien erarbeitet und Impulse generiert: für das Herzstück smarter Produkte - Energiewandler und -speicher, umrahmt von Leichtbau- und 3D-gedruckten Komponenten - und für die Region.

Weitere Infos gibt es unter www.hs-aalen.de/smartpro und www.mse-congress.de/exhibition/research-in-germany.
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